Veranstaltung

KI-Matchmaking: Startups und Mittelstand finden zusammen

Der gezielte Austausch zwischen KI-Startups und mittelständischen Unternehmen stand im Fokus des KI-Matchmakings des Zukunftslabors Generative KI (ZGKI).

Gruppenbild aller Teilnehmenden des Matchmakings

Bei der Veranstaltung im Kieler Innovations- und Technologiezentrum (KITZ) am 10. September 2026 wurden sieben junge KI-Firmen aus ganz Deutschland mit sieben mittelständischen Unternehmen aus Schleswig-Holstein zusammengebracht, um konkrete Anwendungsfälle zu identifizieren und erste Partnerschaften anzubahnen.

Vorbereitung trifft auf Praxisbedarf

Das KI-Matchmaking richtet sich an KI-Startups, die auf der Suche nach Einsatzszenarien im Mittelstand sind. Die teilnehmenden Unternehmen hatten im Vorfeld bereits ausformulierte Use Cases erarbeitet und suchten gezielt nach passenden Lösungspartnern. Die Bandbreite reichte dabei von datensouveränen KI-Plattformen und lokalem LLM-Hosting über Datenqualität in ERP-Systemen bis hin zu Produktionsplanung, digitaler Kaufberatung sowie Sensor- und Datenfusion mit Computer Vision.

Organisiert wurde die Veranstaltung vom ZGKI in Kooperation mit KI.SH, der IHK zu Kiel, dem appliedAI Institute for Europe gGmbH sowie dem KITZ – Kieler Innovations- und Technologiezentrum.

Zwei Männer im Gespräch an einem Konferenztisch

In lockeren Gesprächsrunden konnten die Startups und mittelständischen Unternehmen gemeinsame "Matches" identifizieren.

Zwei Frauen sitzen gemeinsam vor einem Laptop

KI-Startup trifft auf Mittelstand: Carlotta Rudolph von anymize stellt Nadine Christer, Geschäftsführerin des Erdmann E. Christer Betonwerks ihre Anwendung vor.

Strukturierter Austausch in sechs Runden

Nach einem interaktiven Warm-up und einer kurzen Begrüßung durch Dr. Eike Meyer und Martin Schanze begann die Matchmaking-Phase: In sechs Gesprächsrunden à 25 Minuten trafen jeweils ein Startup und ein mittelständisches Unternehmen direkt aufeinander, stellten ihre Geschäftsmodelle vor und sondierten potenzielle Bedarfs- und Angebotsmatches.

Unter den Startups waren anymize, tisix.io, Splitbot, DQC, Scavenger AI, Phaina und Mercury AI vertreten. Ihnen gegenüber standen die Mittelständler Dampsoft, Eckart Behrend, Erdmann E. Christer Betonwerk, die Flensburger Fahrzeugbau Gesellschaft (FFG), das Hotel Birke, PAV Card und Thitronik. Diese Branchenvielfalt unterstreicht das breite Interesse an KI-Lösungen im schleswig-holsteinischen Mittelstand, von der Baubranche bis hin zur Hotellerie und Sicherheitstechnik.

Nach vier Runden bot eine gemeinsame Pause bei Pizza und Getränken Raum, um angefangene Gespräche zu vertiefen und informell weiter zu netzwerken. Im Anschluss folgten die letzten Matchmaking-Runden, bevor die Veranstaltung mit einer gemeinsamen Auswertung der Takeaways und nächsten Schritte endete.

Stimmen aus der Praxis

Nadine Christer, Geschäftsführerin der Erdmann E. Christer Betonwerk GmbH, betonte den praktischen Nutzen der Veranstaltung und erklärte zu Beginn: „Ich erhoffe mir vor allem neuen Input." Sie habe sich bisher „nur rudimentär" mit KI beschäftigt und sehe im Matchmaking die Chance, konkrete Möglichkeiten zur Prozessoptimierung und Zeitersparnis im Arbeitsalltag zu identifizieren.

Auf Startup-Seite hob Carlos Schock, Founders Associate bei DQC aus München, die professionelle Vorbereitung der Mittelständler hervor: „Die Unternehmen sind top vorbereitet und haben schon sehr präzise Use Cases dabei." Dies habe die Gespräche deutlich erleichtert, da die Startups nicht „so tief graben" mussten, um den Bedarf zu verstehen.

fünf Personen sitzen an einem Konferenztisch im Gespräch

Die Teilnehmenden im angeregten Dialog.

Das KI-Matchmaking endetet mit der Möglichkeit zum weiteren Netzwerken. Kontakte wurden geknüpft, Visitenkarten ausgetauscht und Gespräche angeregt - wir sind gespannt, welche der entstandenen Ideen weiterverfolgt werden und zu einer längerfristigen Zusammenarbeit führen.

Drei Männer im Gespräch an einem Stehtisch
Ein Mann spricht vor dem KI.SH Rollup mit einem anderen Mann
Eine Frau und ein Mann hören aufmerksam zu
Ein Mann zeigt mit der Hand etwas im Gespräch
Zwei Männer im Gespräch an einem Stehtisch
Fünf Männer sitzen um zwei Schreibtische herum in einer Runde
Zwei Männer lachen an einem Tisch
Ein Mann hört einem anderen Mann aufmerksam zu
Zwei Frauen schauen von hinten gemeinsam in einen Laptop
Drei Männer im gemeinsamen Gespräch

Fotos: Stella Petersen