Veranstaltung

IHK zu Lübeck - Workshop zum KI-Einsatz in Unternehmen

Passend zum Digitaltag kamen Vertreterinnen und Vertreter verschiedenster Branchen am 27. Juni 2025 in der IHK zu Lübeck zusammen – vom Großhandel über Banken bis hin zu Pharma und Versicherungsdienstleistern. Ziel war es, in vertrauensvoller Atmosphäre Erfahrungen und Herausforderungen rund um den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) im eigenen Unternehmen zu teilen und neue Impulse mitzunehmen.

drei Männer sitzen an einem Tisch und sind im Gespräch

Auftakt und thematische Schwerpunkte

Nach einer herzlichen Begrüßung durch Sabine Hackenjos und einem Impuls aus der Gesundheitswirtschaft durch Dirk Hermsmeyer (beide IHK zu Lübeck), der zwei praxisnahe Use Cases präsentierte, lag der Fokus auf den aktuellen Entwicklungen rund um die EU AI Act. Anschaulich wurde diskutiert, wie unterschiedlich die Einstufung von Anwendungen ausfallen kann – etwa bei Wasser- und Abwassersystemen, die je nach Einstufung als Hochrisiko gelten.

KI in der Unternehmenspraxis: Erfahrungen und Hürden

Ein zentrales Thema war der Status quo: Alle Teilnehmenden hatten bereits erste Berührungspunkte mit KI – von der Nutzung einzelner Tools bis hin zu Pilotprojekten. Besonders gefragt waren Lösungen für:

  • E-Mail- & Dokumentenverarbeitung: Unstrukturierte Daten automatisiert auslesen und standardisieren

  • Unfall- & Reisekostenerfassung: handschriftliche Inhalte erfassen und bei Bedarf automatisch vervollständigen

  • Dokumentenprüfung: Qualität sichern und Freigabeprozesse beschleunigen – besonders bei Importen aus China

  • Arbeitsanweisungen: Sprachvielfalt, Medienbrüche und kreative Ideen wie die „TikTokisierung“ mit generative KI angehen.
Ein Mann spricht vor mehreren Zuschauern, die in Stuhlreihen sitzen

Dr. Dirk Hermsmeyer, IHK zu Lübeck, begrüßt die Teilnehmenden zum KI-Use-Case-Workshop.

Drei Männer sprechen an einem Tisch mit Zetteln und Stiften

Max Brede, KI.SH, im Gespräch mit den Teilnehmenden während des Workshops.

Herausforderungen und Erkenntnisse

Im Austausch wurde deutlich, dass KI sinnvoll und wohl überlegt eingesetzt werden sollte. Es ist entscheidend, die eigenen Prozesse kritisch zu hinterfragen und den tatsächlichen Mehrwert zu bewerten. Nicht jede digitale Lösung passt zu jedem Unternehmen – und manchmal ist es sinnvoller, bestehende, funktionierende Abläufe nicht unnötig zu verändern.

Ein weiteres zentrales Thema: Die Bedeutung von Business Cases. Die Einführung von KI sollte stets auf einer fundierten Problemanalyse basieren, nicht nur auf der Suche nach einer schnellen Lösung. Besonders bei gewachsenen Strukturen und individueller Software zeigte sich, wie wichtig eine sorgfältige Machbarkeitsanalyse ist. Hier kann KI.SH unterstützen!

Austausch und Ausblick

Der Workshop lebte von offenem Austausch, praxisnahen Einblicken und kollegialer Unterstützung. Auch humorvolle Momente kamen nicht zu kurz – beim Thema SAP-Schnittstellen oder der Erkenntnis, dass sich nicht jeder einfach „berieseln“ lassen kann wurde herzlich gelacht.

Abschließend bleibt festzuhalten: Der Weg zur erfolgreichen KI-Integration ist individuell und oft mit Herausforderungen verbunden. Wer offen bleibt, die eigenen Prozesse kennt und den Austausch sucht, kann von den Potenzialen der KI nachhaltig profitieren.

Zwei Männer sind in ein Gespräch vertieft

Eike Zimmermann, KI.SH, vertieft einen gefundenen Anwendungsfall mit einem der Teilnehmenden.